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LCHF – LowCarb im Supermarktregal

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Ich möchte behaupten mit dem Abnehmprogramm „Schlank im Schlaf“ startete der Low Carb Hype in Deutschland.

Generell begrüße ich diese Entwicklung, da sie mehr als nötig war. Andererseits finde ich es schlimm, dass wir eben von einem Hype, gerade meist ausschließlich in Bezug auf Abnehmen, sprechen müssen.

Denn LCHF (Low Carb Healthy Fat) hat so viele weitere gesundheitliche Vorteile neben der Gewichtsregulation!

Da wir jedoch nun mal durchschnittlich 50% Übergewichtige in Deutschland haben, stürzen sich die Medien auf das Thema „Abnehmen“.

Aber eben leider nicht nur die Medien, sondern auch die Industrie.

Und hier komme ich zu einem Problem, dem ich sehr häufig in meinen Beratungen begegne und über das ich sehr gerne aufkläre:

LowCarb im Supermarktregal

Die Produktpalette ist unheimlich breit gefächert. Sie reicht von (Eiweiß)Brot über Riegel, Shakes und Pasta bis hin zu Müsli.

Das größte Problem, was sich die Industrie zu Nutze macht, ist das „LowCarb“ ein sehr dehnbarer und ungeschützter Begriff ist.

Ich weise gerne darauf hin, dass nur weil „Low Carb“ drauf steht, es nicht automatisch qualitativ gut und zum Abnehmen geeignet ist. Das ganze Gegenteil ist fast immer der Fall.

Doch woher soll der Laie wissen, was gut und was ungünstig ist?
Was sind Orientierungspunkte, um ein Produkt einzuschätzen?

Ganz aktuell habe ich mich auf Recherche in meinem nächsten Supermarkt begeben.
Dabei habe ich mir Eiweißbrot, Riegel und Müsli mal genauer angeschaut.

Der erste Blick ist auf die Nährwerttabelle gerichtet und dort speziell auf die Kohlenhydrate. Hier gilt als Orientierung weniger als 10g Kohlenhydrate auf 100g Produkt.

Der zweite ist aber zwingend erforderlich und zwar auf die Zutatenliste.

Beim ersten Blick waren alle von mir begutachteten Produkte eigentlich schon raus.
Aber natürlich habe ich noch den zweiten Blick gewagt.

Hier nur ein kleiner Einblick:

Weizeneiweiß, Weizenvollkornmehl, Weizenproteinkonzentrat, Gerstenmalzmehl, Weizenmehl, Sojaprotein, Rohrohrzucker, Dinkelvollkornmehl, Gerstenmalz, Zucker, Kollagenhydrolysat, Maltitmilchschokolade, natürliches Aroma, ……

Alles Dinge, die nicht in eine gesunde Low Carb (von Healthy Fat gar nicht zu reden) Ernährung reingehören.

Setze ich meine Ernährungsumstellung mit diesen und ähnlichen „Low-Carb-Produkten“ um, werde ich sicher schnellzeitig aufgeben.

Von Blähungen und Bauchschmerzen abgesehen, bleiben einfach die gesundheitlichen Vorteile langfristig aus.

Ganz wichtig: Nicht allein wenn ein Produkt den ersten Blick auf die Nährwerttabelle besteht, ist es automatisch geeignet.

Die letztliche Entscheidung trifft die Zutatenliste. Diese sollte so kurz wie möglich sein.

Am einfachsten geht das mit naturbelassenen Dingen wie z.B. Gemüse, Nüsse, hochwertiges Fleisch, Butter, usw.

Mein Tipp:

Ich finde es zielführend, sich selbst in die Küche zu stellen, sich mit den Zutaten auseinanderzusetzen, um zu wissen, aus was mein Essen besteht. Und auch um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viele Kohlenhydrate durch welche Inhaltsstoffe in das Essen kommen.

Natürlich spielt Zeit einen nicht unwesentlichen Faktor in diesem Zusammenhang. Keine Frage! Aber auch das spielt sich ein und bedarf einfach guter Planung und Organisation.

Voraussetzung ist ein Umbruch im Denken.

 

Kategorien:
Peggy Dathe

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